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Gedenktafel Bahnhof Meppen

MemoRails Gedenktafel am Bahnhof Meppen

Die MemoRails Gedenktafel

Erinnerung sichtbar machen: Gedenktafel am Bahnhof Meppen enthüllt

Am 29. Juli 2026 wurde am Bahnhof Meppen eine neue Gedenktafel im Rahmen des EVZ-geförderten MemoRails-Projekts „Spuren der Nachbarn sichtbar machen“ der Volkshochschule Meppen enthüllt. Zahlreiche Bürgerinnen und Bürger, Vertreterinnen und Vertreter aus Politik und Gesellschaft sowie Interessierte kamen zusammen, um gemeinsam an Menschen zu erinnern, die während des Nationalsozialismus verfolgt, entrechtet und zur Zwangsarbeit verschleppt wurden.

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Ein Ort des Ankommens – und des Leids

Bahnhöfe stehen für Aufbruch, Ankunft und Bewegung. Für viele Menschen bedeutete der Bahnhof Meppen während der NS-Zeit jedoch nicht freiwillige Reise, sondern den Beginn eines Weges des Leids. Von hier aus wurden Menschen deportiert oder zur Zwangsarbeit verschleppt. Die neue Gedenktafel macht diese Geschichte an einem zentralen und viel frequentierten Ort sichtbar.

Mit der Enthüllung wird der Bahnhof zu einem dauerhaften Erinnerungsort. Die Tafel lädt dazu ein, innezuhalten, Fragen zu stellen und sich mit den Lebensgeschichten der Menschen auseinanderzusetzen, die Opfer nationalsozialistischer Verfolgung wurden.

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Gemeinsames Erinnern am Bahnhof

Die Veranstaltung begann mit einer Begrüßung durch die Geschäftsführerin der VHS Meppen, Radka Lemmen. Grußworte von Johanna Blender, Projektkoordinatorin der Stiftung EVZ, und Helmut Knurbein, Bürgermeister der Stadt Meppen, unterstrichen die Verantwortung, die aus der Erinnerung an die NS-Verbrechen erwächst: Demokratie, Menschenwürde und ein respektvolles Miteinander sind keine Selbstverständlichkeiten, sondern müssen immer wieder gemeinsam verteidigt werden.

Es folgte eine Einführung eine Einführung in den historischen Kontext: Der Historiker Manfred Fickers ordnete die Geschehnisse ein und verdeutlichte, welche Bedeutung der Bahnhof Meppen für die Geschichte der Region hat. Im Mittelpunkt stand anschließend die feierliche Enthüllung der Gedenktafel durch Radka Lemmen und Helmut Knurbein. Die große Beteiligung zeigte, dass die Geschichte des Ortes viele Menschen bewegt. Im Anschluss an den offiziellen Teil gab es Gelegenheit zum Austausch. Gespräche, Fragen und persönliche Eindrücke machten deutlich, wie wichtig sichtbare Erinnerungszeichen im öffentlichen Raum sind.

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Erinnern heißt Verantwortung übernehmen

Das MemoRails-Projekt verbindet historische Recherche, lokale Erinnerung und bürgerschaftliches Engagement. Im Mittelpunkt stehen die Spuren von Nachbarinnen und Nachbarn, deren Lebenswege durch die nationalsozialistische Herrschaft gewaltsam verändert oder beendet wurden. Auch kreative Beiträge und persönliche Zeichen des Gedenkens prägten die Veranstaltung:

Bemalte kleine Erinnerungsboxen, Blumen und weitere Beiträge machten sichtbar, dass Erinnerung unterschiedliche Formen annehmen kann – und dass sie besonders dann lebendig bleibt, wenn Menschen sich selbst einbringen. Die neue Gedenktafel erinnert nicht nur an die Vergangenheit. Sie richtet den Blick auch auf die Gegenwart: auf die Würde jedes Menschen, auf den Schutz von Minderheiten und auf die gemeinsame Verantwortung für eine offene und demokratische Gesellschaft.

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Ein dauerhafter Erinnerungsort

Mit der Gedenktafel an Gleis 1 des Bahnhofs Meppen ist ein neuer Ort des Erinnerns entstanden. Reisende, Passantinnen und Passanten sowie die Stadtgesellschaft können sich künftig an diesem Ort über die Geschichte informieren und der Verfolgten gedenken. Wir danken allen, die an der Veranstaltung teilgenommen, das Projekt unterstützt und zur Gestaltung dieses wichtigen Erinnerungszeichens beigetragen haben.


Pressestimmen

ems TV

In einem knapp zweiminütigen Videobeitrag fasst ems TV die Enthüllungsfeier zusammen. Zu Wort kommen im Beitrag die Veranstaltungsleiterin Frau Lemmen sowie Historiker M. Fickers, der an dem Abend in den historischen Kontext einführte.

Zum Videobeitrag "Neuer Erinnerungsort am Meppener Bahnhof"

Meppener Tagespost

Auch die Meppener Tagespost berichtet in einem großen Artikel über die Enthüllung der Gedenktafel und ihren historischen Kontext.

Zum Zeitungsartikel "Tafel am Bahnhof erinnert an NS-Zeit" (PDF)

Emslandkurier

Mit interessanten Bildern versehen berichtete auch der Emslandkurier über Sinn und Hintergrund der MemoRails Gedenktafel.

Zum Zeitungsartikel "Transporte in Lager Wesuwe, Versen und Fullen" (PDF)