Die Gedenkstätte Esterwegen ist ein europäischer Gedenkort, der an die 15 nationalsozialistischen Emslandlager und ihre Opfer erinnert.
Sie setzt ein Zeichen gegen Diktatur, Gewaltpolitik und Terror, gegen Nationalismus und Rassismus.
Die Mitarbeitenden der Gedenkstätte Esterwegen leisten historisch-politische Bildungsarbeit, betreiben aktive geschichtswissenschaftliche Forschung,
betreuen und beraten Angehörige von NS-Opfern und führen vielfältige Projekte in den Landkreisen Emsland und Grafschaft Bentheim sowie den umliegenden Regionen durch.
Die Emslandlager
Insgesamt 15 Konzentrations-, Straf- und Kriegsgefangenenlager richteten die Nationalsozialisten und ihre Handlanger im Emsland und in der Grafschaft Bentheim ein.
Mehr als 250.000 Menschen wurden in den Lagern gefangen gehalten, darunter zahlreiche "politische Gefangene", die den Nationalsozialisten bei der Durchsetzung ihrer
Herrschaft im Wege waren. Annähernd 20.000 Menschen fanden zwischen 1933 und 1945 den Tod.
Der Aufbau dieser sogenannten Emslandlager vollzog sich in drei Phasen, die sich zeitlich überschnitten:
1933 - 1936 Einrichtung und Bewachung von Konzentrationslagern durch die SS (Börgermoor, Neusustrum, Esterwegen).
1934 - 1945 Strafvollzugslager unter Aufsicht der Justizverwaltung (Aschendorfermoor, Börgermoor, Rhede-Brual, Walchum, Neusustrum, Oberlangen, Esterwegen, Versen, Fullen).
1939 - 1945 Kriegsgefangenenlager des Oberkommandos der Wehrmacht (Oberlangen, Wesuwe, Versen, Fullen, Groß Hesepe, Dalum, Wietmarschen, Bathorn, Alexisdorf).
Ich will es nicht glauben, daß man uns geschlagen hat. Daß wir keine Menschen mehr sein sollen. Alles wehrt sich in mir dagegen und der Verstand sagt:
Es ist nicht wahr, es kann nicht sein, daß ab heute deine Vorstellungen von Recht, Gerechtigkeit, Menschenwürde ungültig sein sollen!
Öffnungszeiten:
Di-So 10-17 Uhr (Nov. - März);
Di-So 10-18 Uhr (Apr. - Okt.);
vom 15.12. - 15.01. sowie montags geschlossen;
Oster- und Pfingstmontag geöffnet.